Ratgeber
Mobile Karosserie- und Achsvermessung nach einem Unfall
Kurzantwort: Eine mobile Karosserie- oder Achsvermessung kann Verformungen und Abweichungen sichtbar machen, die bei einer reinen Sichtprüfung verborgen bleiben. Ob sie erforderlich ist, hängt vom Anstoß, Schadenbild, Fahrzeugaufbau und den Herstellervorgaben ab.
Wann eine Vermessung sinnvoll sein kann
- Anstoß im Bereich von Rad, Achse oder Schweller,
- auffällige Lenkradstellung oder verändertes Fahrverhalten,
- ungleiche Spaltmaße oder Verdacht auf Strukturverformung,
- Kontrolle nach einer Karosserie- oder Fahrwerksreparatur,
- technische Beweissicherung bei streitigem Schadenumfang.
Was wir dokumentieren
Messpunkte, Soll- und Istwerte, verwendetes Messsystem, Fahrzeugzustand und relevante Randbedingungen werden nachvollziehbar festgehalten. Die Ergebnisse werden nicht isoliert bewertet, sondern mit Schadenbild, Reparaturweg und fahrzeugspezifischen Vorgaben zusammengeführt.
Geräte und Verfahren
Je nach Fragestellung kommen Systeme zur Karosserievermessung und Achsgeometrie zum Einsatz, darunter Technik von Spanesi und John Bean. Der Markenname allein sagt jedoch nichts über die Aussagekraft aus: Entscheidend sind geeignete Referenzdaten, fachgerechter Aufbau und sachverständige Interpretation.
Grenzen
Eine mobile Messung ersetzt keine notwendige Demontage und keine Prüfungen, die nur auf einer entsprechend ausgestatteten Bühne oder Richtanlage möglich sind. Vor der Messung klären wir deshalb, welche Aussage mit dem Verfahren belastbar getroffen werden kann.
Die Erforderlichkeit und der konkrete Prüfumfang richten sich stets nach dem Einzelfall.
Quellen und Grundlagen
- Herstellerbezogene Reparatur- und Messvorgaben des jeweils untersuchten Fahrzeugs
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